Die Trichome der Cannabispflanze

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Die Trichome der Cannabispflanze

Foto via: aweber.com

Selbst wer kein Konsument von Cannabis ist, weiß das die Pflanze THC und Cannabinoid produziert, welche die Ursache für die verursachten Effekte in unserem Körper sind. Kaum jemand dürfte sich aber darüber Gedanken machen, warum die sonst so harmlose Kulturpflanze dies tut. Dahinter steckt nämlich nicht die explizite Züchtung der Drogenindustrie, sondern ein ausgeklügeltes System aus Abwehrmechanismen, die eine Reproduktion des eigenen “Stammes”, der eigenen Art sicherstellen sollen. Dafür bildet die Pflanze Trichome aus, eine Art “Abwehrnetz” der Natur.

Was sind die Trichome

Trichome können sowohl bei Tieren (Insekten) als auch bei Pflanzen vorkommen, haben aber nicht die gleiche Bedeutung. Die bei Insekten und Gliederfüßern ausgebildeten Trichome bilden ebenfalls eine Art “Fell”, dienen aber mehr der Orientierung und sind vergleichbar mit Fühlern. Bei Pflanzen hingegen, dienen sie der Abwehr von Fressfeinden und Parasiten. Trichome bestehen üblicherweise aus einer oder mehreren epidermalen Zellen und werden auf Pflanzenoberflächen ausgebildet, die besonders schützenswert sind. Meist findet man sie auf Stengeln oder Blättern, Blütenkelche werden auf diese Weise nicht geschützt, da Honigbienen dabei helfen, die eigene Art zu verbreiten. Die Trichome erhöhen die Größe der Oberfläche, weshalb man sie vor allem bei Pflanzen findet, die in niederschlagsarmen Gebieten wachsen. Dies gilt auch für die Cannabispflanze, deren Trichome sogar in der Lage sind, Kleinstmengen an Flüssigkeit zu speichern. Wer genau hinsieht, beispielsweise hier und hier, erkennt, dass sich am Ende der Trichome kleine Tropfen bilden. Diese enthalten THC und Cannabinoid, das von Fressfeinden durch eine Berührung aufgenommen wird, sie je nach Größe benommen oder apathisch macht oder gar tötet.

Unterschiede männlicher und weiblicher Pflanzen

Egal, ob Cannabis Sativa oder Cannabis Indica, nur die weibliche Pflanze bildet Trichome aus, sofern sie nicht in die Phase des Blütenstands übergeht. Dies ist auch der Grund, warum männliche Pflanzen kein THC ausbilden. Züchter nutzen dieses Wissen, um ihre eigenen “Sorten” zu züchten, nutzen die Hanfsamen männlicher und weiblicher Pflanzen unterschiedlicher Abstammungen, warten, bis die weibliche Pflanze genügend Trichome ausgebildet hat und lassen sie dann von der männlichen Bestäuben. So entstehen nach mehreren Generationen neue Züchtungen. Auch die Drogenindustrie macht sich den Abwehrmechanismus der Pflanze zu nutze, züchtet besonders “aggresive” Sorten, die viel THC ausbilden, was von den Konsumenten als qualitativ höherwertig angesehen wird.