Neue Verfahren in der 3D-Mikroskopie

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Fadenwurm / Mikroskopiertechnik

Neue Verfahren in der 3D-Mikroskopie

Der Mikroskopie-Kongress 2013 an der Universität Regensburg, an dem über 1.000 Forschern aus ganz Europa teilgenommen haben, diskutierte im Themenschwerpunkt „Multimodale und interdisziplinäre Mikroskopie“ neue Verfahren in der 3D-Mikroskopie.

biotecWarum 3D-Mikroskopie?

Mit den aktuellen hochauflösenden Mikroskopen, wie zum Beispiel dem hochauflösenden Elektronenmikroskop PICO am Ernst Ruska-Centrum in Jülich lassen sich Gewebeproben zwar recht gut untersuchen. Das Gewebe muss dafür aber in sehr dünne Scheiben geschnitten werden. Die normalen Mikroskope bieten leider keinen tiefen Blick ins Gewebe. Mit Ihnen kann man nur die Oberfläche ansehen. Nur mit viel Aufwand kann aus den so gewonnenen Einzelbildern eine 3D-Ansicht erstellt werden. Jeder, der die Computer- oder Magnetresonanztomografie kennt, weiß das mit dieser Technik dreidimensionale Bilder erzeugt werden können. Bei dieser Technik ist die Auflösung aber nicht sehr gut. Man kann hier keine einzelnen Zellen erkennen. Diese Lücke versuchte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, mit einem Förderprogramm zu schließen.

Ein Denkvorgang in 3D

Ein Fadenwurm nur sehr wenige Nervenzellen. Forschern ist es kürzlich gelungen, die Aktivität dieser Zellen dreidimensional sichtbar zu machen.

Ihnen ist es als quasi gelungen, Fadenwürmern beim Denken zuzusehen. Dazu haben sie eine ganz neue Mikroskopiertechnik entwickelt. Diese neue Technik kann die Aktivität vieler unterschiedlicher Neuronen gleichzeitig erfassen. So ist das Zusammenspiel der Neuronen besser zu erfassen und zu untersuchen. Dies schreiben die Forscher auch im Fachjournal “Nature Methods”.

Photo Credits: © LaVision BioTec, © Spiegel.de