PICO – Das beste Elektronenmikroskop der Welt

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PICO – Das beste Elektronenmikroskop der Welt

Das hochauflösenden Elektronenmikroskop PICO am Ernst Ruska-Centrum in Jülich macht es Wissenschaftler möglich, bis zur physikalischen Grenze der Elektronenoptik in den Nanokosmos vorstoßen.

So funktioniert das hochauflösende Elektronenmikroskop.

picoAm 29. Februar 2012 wurde das Elektronenmikroskop PICO in Jülich am Ernst-Ruska-Centrum für Elektronenmikroskopie dann endlich feierlich einführt. Zugegen waren namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Politik. Das Elektronenmikroskop ermöglicht einzigartige Einblicke in das Innere von Materialen. Elektronenmikroskope erzeugen elektronische Bilder mithilfe von Elektronen. Diese werden von elektromagnetischen Linsen gebündelt und auf das zu betrachtende Objekt gelenkt. Nachdem dieser Elektronenstrahl durch die Probe gegangen ist, erzeugen weitere elektromagnetische Linsen ein Bild mit hoher Vergrößerung auf einem Leuchtschirm oder einem geeigneten Detektor. Leider waren Möglichkeiten lange Zeit begrenzt, da Linsenfehler vorlagen. PICO ist eines von weltweit zwei Elektronenmikroskopen, welche zwei wichtige Linsenfehler korrigieren können. So lässt sich mit PICO eine Auflösung von 50 milliardstel Millimeter, also 50 Picometern, erzielen.

PICO entsteht

Bereits im Dezember 2008 wurde vom Forschungszentrum Jülich der Bau des 15 Millionen Euro kostenden Labors mit Elektronenmikroskop am Ernst-Ruska-Centrum für Mikroskopie und Spektroskopie angekündigt. Mit einer Auflösung von 0,05 nm soll es zu den auflösungsstärksten Mikroskopen der Welt gehören. Fast 4 Jahre dauert der Herstellungsprozess von PICO. Erst im Februar 2012 kann das fünf Meter hohe Elektronenmikroskop eingeweiht werden. Es steht auf einem luftfedergedämpften 200-Tonnen-schweren Betonfundament, damit es vor allen Erschütterungen bis in den Mikrometerbereich hinein geschützt ist. Mit PICO sollen sogar Atome sichtbar sein. So werden wir in Zukunft sicherlich noch spannendere und ungewöhnlichere Nachaufnahmen, als den Stich einer Fliege sehen können.

Foto Credtis: © fz-juelich.de